Am 1. und 2. Oktober 2007 trafen sich rund 1.200 SGB II-Akteure zum Bundeskongress SGB II in Berlin.

Erstmals kamen Teilnehmer aus ganz Deutschland – aus Arbeitsgemeinschaften und zugelassenen kommunalen Trägern, Agenturen für Arbeit und Kommunen sowie weiteren Institutionen im Netzwerk SGB II – zu einem fachlichen Austausch zusammen. Unter dem Motto „Impulse geben – mehr bewegen“ diskutierten sie über Erfolge und Herausforderungen bei der Umsetzung der Grundsicherung für Arbeitsuchende.
 
 

Eröffnet wurde der Kongress vom Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-J. Weise. In seiner Rede stellte er fest, dass die Fach- und Führungskräfte gezeigt haben, dass trotz schwieriger Rahmenbedingungen in kürzester Zeit Erfolge erreicht werden können.

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Diese Erfolgsfähigkeit weiter zu stärken, sieht
Franz Müntefering
, damaliger Bundesminister für Arbeit und Soziales, als wichtige Aufgabe für 2008. Die Kongressteil-nehmer rief er auf, „die besten Wege gemeinsam zu suchen und zu finden“.

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Einführende Worte zu den Foren des Leitthemas „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ fand Dr. Rolf Schmachtenberg, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

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Kay Senius, Geschäftsführer "Spezifische Produkte und Programme SGB II" der Bundesagentur für Arbeit, stellte in seinem Einführungsstatement das Leitthema „Arbeitsmarktintegration und -partizipation“ vor.

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Einen Überblick über das Leitthema „Soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe“ gab Verena Göppert, Dezernatsleiterin beim Deutschen Städtetag, in ihrer Rede.

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Erste Fragen und Diskussionsansätze zum Leitthema „Organisation und Steuerung / Netzwerke und Kooperationen“ warf Dr. Bruno Kaltenborn, Wirtschaftsforschung und Politikberatung, in seinem Einführungsstatement auf.

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Der Kongress bot damit eine 360-Grad-Schau zum SGB II. Besonders das Leitthema „Arbeitsmarktintegration“ stieß auf großes Interesse. So waren die vorgestellten Praxisbeispiele in vielen Foren Ausgangspunkt für konstruktive Diskussionen um erfolgreiche Aktivierungs- und Integrationsstrategien.

Auch außerhalb der Foren ergaben sich Möglichkeiten zum Austausch. Auf dem SGB II-Infomarkt präsentierten 18 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen. In zahlreichen Gesprächen konnten sie über ihre Erfahrungen und Erfolge berichten, Fragen der interessierten Besucher beantworten und dabei wertvolle Anregungen für Projekte geben.

Nach zwei Tagen, in denen viele Themen besprochen, viele Erfahrungen ausgetauscht und viele Ergebnisse zusammengetragen wurden, ging der Bundeskongress zu Ende.

„Es war wichtig, dass sich die ganze SGB II-Familie getroffen hat, um über die Grundsicherung für Arbeitsuchende konstruktiv zu diskutieren“, sagte Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit, in seiner Abschlussrede.

Dass der fachliche Austausch – auch über die unterschiedlichen Trägermodelle hinweg – wichtig ist, bestätigte Hans Jörg Duppré, Präsident des Deutschen Landkreistages.

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Auch Rudolf Anzinger, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, zog eine positive Bilanz und unterstrich, dass der Bundeskongress wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des SGB II gesetzt hat.

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Nun gilt es, die Anregungen für die eigene Arbeit zu nutzen. „Ein Urheberrecht auf erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik gibt es nicht.“, stellte Müntefering treffend fest.